Orkanstürme auf Mallorca und den Balearen

15. November 2001, 09:58
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Windgeschwindigkeiten bis zu 130 Kilometern in der Stunde erwartet

Madrid - Spanien ist von einer neuen Kältewelle mit Schnee, Regen und Stürmen erfasst worden. Die Behörden gaben am Mittwoch für fast das gesamte Land mit Ausnahme der Kanarischen Inseln Unwetteralarm. Auf Mallorca und den anderen Balearen wurden Orkanstürme mit Windgeschwindigkeiten bis zu 130 Kilometern in der Stunde erwartet.

Die Regionalregierung der Balearen gab den 140.000 Schülern auf der Inselgruppe für diesen Donnerstag schulfrei. An der Universität in Palma de Mallorca wurden alle Vorlesungen und Seminare abgesagt. 3.000 Polizisten und Katastrophenhelfer wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Am Mittwoch hatten erste Ausläufer des Sturmtiefs Mallorca erreicht. In den Berggebieten der Insel schneite es. Ein Fluss trat nach heftigen Regenfällen über die Ufer.

Am Wochenende waren auf den Balearen bei dem schwersten Unwetter seit über 20 Jahren nach inoffiziellen Schätzungen Schäden von über 61 Millionen Euro entstanden. Drei Menschen waren allein auf Mallorca bei den Stürmen getötet worden, in ganz Spanien waren es zehn.

Der Norden des spanischen Festlands erlebte einen erneuten Kälteeinbruch mit Schneefällen. In der Gegend von Valladolid waren 70.000 Haushalte nach Schneestürmen ohne Strom. 17 Dörfer waren durch Schnee von der Außenwelt abgeschnitten. Fünf Bergpässe mussten gesperrt werden, 18 waren nur mit Schneeketten passierbar. (APA/dpa)

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