Sallmutter: "Das Dümmste, das man tun kann"

14. November 2001, 14:05
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GPA-Chef warnt vor zusätzlichem Verwaltungsaufwand

Wien - Heftige Kritik am Beschluss zur Chipkarten-Gebühr kommt vom früheren Hauptverbandspräsidenten, dem Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter: "Das ist das Dümmste, das man tun kann", sagte Sallmutter am Rande des GPA-Vorstandes Mittwoch Mittag gegenüber Journalisten. Wie er betonte, würde auf diesem Weg statt des geplanten Bürokratieabbaus und einer Verwaltungsvereinfachung genau das Gegenteil eintreten. Mit der Gebühr sieht Sallmutter eine weitere Aushöhlung der solidarischen Finanzierung der Krankenversicherung. Erneut werde auf einen Selbstbehalt gesetzt.

Grundsätzlich unterstrich der GPA-Vorsitzende, dass ungeachtet der Ablehnung der Chipkarten-Gebühr eine verstärkte Mittelzuführung für die Krankenkassen nötig sei: "Die Krankenversicherung braucht jeden Schilling." Ein Bekenntnis zur Pflichtversicherung seitens der Regierung nütze nichts, wenn die entsprechende Finanzierungsbasis nicht vorhanden sei.(APA)

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