Terre des Femmes feierte 20-jähriges Bestehen

14. November 2001, 16:09
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Ein Dienstleistungsservice in Frauen-Fragen

Vom 12.-13. Oktober fand in Berlin ein internationaler Kongress statt, der ganz im Zeichen des 20-jährigen Bestehens der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes" stand. Als Gastrednerin luden die Aktivistinnen die afghanische Ärztin Sima Samar ein, der u.a. bereits den Paul-Grüninger Preis für ihr Engagement in Afghanistan verliehen wurde.

Viel Arbeit

Die Liste der Frauenrechtsverletzungen in der Welt ist lang - nicht nur in Afghanistan: Nach Angaben der Vereinten Nationen werden schätzungsweise vier Millionen Frauen und Mädchen pro Jahr als billige Arbeitskräfte, Katalogbräute und Zwangsprostituierte verkauft. Bis zu 5.000 junge Frauen im islamischen Kulturkreis fallen jährlich so genannten "Ehrenmorden" zum Opfer. In China, Indien und Nordkorea werden weibliche Föten abgetrieben. "Weltweit fehlen aufgrund von geschlechtsselektiven Abtreibungen, Kindermorden oder Vernachlässigung mindestens 60 Millionen Mädchen, die sonst am Leben wären", stellt der jüngste Bericht der Deutschen Stiftung für Weltbevölkerung fest.

Gegen eben diese schwer wiegenden Menschenrechtsverletzungen kämpft Terre des Femmes (TDF). "Unser Thema ist Gewalt gegen Frauen überall auf dieser Welt", sagt Christa Stolle, TDF-Geschäftsführerin. "Wir sind aber keine Entwicklungshilfeorganisation", präzisiert sie, "unser Hauptziel ist es, die Öffentlichkeit hier über Frauenrechtsverletzungen zu informieren."

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