Ergebniswarnung bei Brainforce

14. November 2001, 21:29
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Firmenwertabschreibungen von gut neun Millionen Euro

Wien - Wegen außerordentlicher Abschreibungen muss der am Frankfurter Neuen Markt notierte Wiener Software-Hersteller Brain Force seine bisherigen Planungen für das Ergebnis 2001 zurücknehmen. Einmalige Belastungen würden heuer zu einem negativen Betriebsergebnis (EBIT) von 8,9 Mill. Euro (122,5 Mill. S) führen, sagte ein Sprecher von Brain Force am Mittwoch zur APA. Im Vorjahr hatte Brain Force einen EBIT-Gewinn von 1,2 Mill. Euro geschrieben.

Da die Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft auch mittelfristig einen Rückgang erwarten lassen, so das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung vom Mittwoch, seien die seit dem Börsegang zugekauften Unternehmen neu bewertet und vorsorglich Abschreibungen von 9,05 Mill. Euro vorgenommen worden.

Künftig keine EBIT-Verringerung durch erhebliche Firmenwertabschreibungen

Diese Einmaleffekte der Abschreibungen hätten zum größten Teil auch keine Auswirkungen auf die Liquidität: Das Eigenkapital beziffert Brain Force mit 12,7 Mill. Euro (per Ende September). Für das laufende vierte Quartal 2001 rechnet Brain Force mit einem positiven Ergebnis.

In den ersten drei Quartalen 2001 drehte das EBIT von plus 2,6 Mill. Euro auf minus 9,2 Mill. Euro, bei einem Umsatzplus von 12,9 Prozent auf 49,4 Mill. Euro. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank in den ersten neun Monaten von 3,3 auf 2,4 Mill. Euro. Die Kosten der Reorganisation hätten das EBITDA mit rund 446.000 Euro belastet. Ohne diese außerordentlichen Belastungen von insgesamt 1,2 Mill. Euro hätte das Neunmonats-EBITDA 3,5 Mill. Euro betragen und den Vorjahreswert um gut 7 Prozent übertroffen, so Brain Force. (APA)

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