Austria Haustechnik mit kräftigem Ertragsplus

14. November 2001, 13:54
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EGT auf 3,62 Millionen Euro mehr als verdreifacht

Wien - Der börsenotierte steirische Kühlgerätehersteller Austria Haustechnik (AHT) hat im dritten Quartal des Jahres 2001 alle relevanten Kennzahlen gesteigert und liegt auch im Vergleich der ersten neun Monate deutlich über dem Vorjahr, teilte das Unternehmen heute, Mittwoch mit. Details gibt AHT zur Stunde in einer Pressekonferenz in Wien bekannt.

Bis Ende September konnte das Unternehmen den Betriebserfolg (EBIT) auf 5,41 Mill. Euro nach 2,32 Mill. Euro mehr als verdoppeln, der Periodenüberschuss drehte auf 1,9 Mill. Euro nach -1,26 Mill. Euro im Vergleichszeitraum 2000. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) hat sich auf 3,62 (0,98) Mill. Euro mehr als verdreifacht. Der Umsatz in der AHT-Gruppe wuchs um 22 Prozent auf 92,9 (76,3) Mill. Euro.

Isoliert betrachtet sei das dritte Quartal leicht hinter den Erwartungen des Vorstandes zurück geblieben. Mit "punktuellen Kostensenkungsprogrammen" will das Unternehmen daher "eine erhöhte Kostensensibilität" erzielen. Für das Gesamtjahr 2001 wird mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung gerechnet.

IM Gesamtjahr 2001 will AHT Marke von 1,5 Mrd. S (109 Mill. Euro) erreichen oder übertreffen

"AHT wird zur gewohnten Ertragsstärke der 99er-Ergebnisse zurückkehren", wagte Wiest auch eine versteckte Ertragsprognose. Diese konnte die AHT beim Betriebserfolg in den ersten neun Monaten jedoch nicht ganz erreichen. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 1999 hatten die Steirer bei weniger Umsatz mit 6,4 Mill. Euro ein um rund 15 Prozent höheres EBIT eingespielt. Als nächste Ziele stehen bei der AHT der Ausbau von Vertrieb und Service in Europa sowie in Nord- und Südamerika auf dem Programm. Zudem befinde sich ein Joint-venture in Asien in Vorbereitung, so Wiest, denn dort sei man "unterrepräsentiert". Auf den AHT-Hauptmärkten sei ein Zurückgehen der Verkaufsflächen zu beobachten, daher werde die Expansion in neue Regionen forciert. Zudem wird auf eine Spartenorganisation umgestellt und die Markteinführung der neuen Modellreihe "Paris" steht für Februar 2002 auf dem Programm.

Auch AHT Limburg rechnet mit Ertrag im nächsten Jahr

Der Konzentrationsprozess in der Branche ist laut Wiest "voll im Gange" und wird weiter voranschreiten. Die Ertragsentwicklung sei in der Branche nicht so erfolgreich wie bei AHT. Appetit auf Mitbewerber besäße man nicht, schließlich habe man im Jahr 1999 mit KWR und Refco zwei Akquisitionen getätigt. Refco sei eine "erfolgreiche Akquisition" gewesen, während man bei der mittlerweile in AHT Limburg umbenannten KWR "Federn lassen" habe müssen. In Limburg seien "große Aufräumarbeiten" durchgeführt worden, ertragsseitig sei man aber "noch nicht im grünen Bereich", meinte Wiest. Für nächstes Jahr plane auch die AHT Limburg schwarze Zahlen. Die AHT hofft nach der Einführung der neuen Handelssegmente an der Wiener Börse auf eine Aufnahme in die Eliteliga "ATX Prime". Gespräche mit dem Börsevorstand Erich Obersteiner hätten ergeben, dass die AHT alle Kriterien für eine Zugehörigkeit zum ATX Prime erfülle, so Wiest. Man sei zwar ein kleines Unternehmen, wachse aber kontinuierlich. Im Aktionärskreis ist es in den letzten Monaten zu Veränderungen gekommen. Größter Aktionär sind laut Wiest CVC-Fonds mit rund zwölf Prozent. Die European Small Cap Ltd ist wie berichtet im September mit sieben Prozent eingestiegen und auch ein Credit Suisse-Fonds hält rund fünf Prozent. Zehn Prozent der Anteile befinden sich nach dem Aktienrückkaufprogramm im Besitz des Unternehmens. Der überwiegende Anteil der restlichen Aktionäre bestünde aus Small Cap-Fonds, rund 10 bis 15 Prozent seien Kleinaktionäre, sagte Wiest. (APA)

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