USA richten Sondermilitärgerichte für ausländische Terror-Verdächtige ein

14. November 2001, 14:08
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Damit sei eine bessere Geheimhaltung möglich

Washington - Die USA wollen künftig Sonder-Militärgerichte für Ausländer einrichten, die wegen der Anschläge vom 11. September oder ähnlicher Taten angeklagt werden. US-Präsident George W. Bush habe am Dienstag eine entsprechende Anordnung unterzeichnet, die es Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ermögliche, solche Gerichte zu schaffen, sagte Bushs Rechtsberater Al Gonzales. In der Anordnung sei kein Beschuldigter konkret benannt, US-Bürger fielen nicht darunter. Einzelne Personen werde der Präsident gegebenenfalls gesondert benennen.

Bush sei der Ansicht, dass die Errichtung solcher Gerichte eine "hilfreiche Option sind, die El-Kaida-Verdächtigen zur Verantwortung zu ziehen", sagte Gonzales. Die USA werfen der Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden vor, hinter den Anschlägen auf das World Trade Center und das US-Verteidigungsministerium zu stecken, bei denen am 11. September rund 4500 Menschen ums Leben kamen. Gonzales sagte, die Militärgerichte hätten im Vergleich zu Zivilgerichten den Vorteil, Zeugen und Untersuchungsmethoden besser geheim halten zu können. Das System solcher Gerichte sei unter anderem im Zweiten Weltkrieg gegen deutsche Saboteure angewandt worden. (APA/Reuters)

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