Außenministerinnen starten Frauen-Initiative

13. November 2001, 20:32
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Mehr Rechte, Mitsprache und Einbeziehung der Frauen

New York - Gemeinsam mit 13 Amtskolleginnen hat Außenministerin Benita Ferrero-Waldner eine Initiative für mehr Rechte und Mitsprache von Frauen gestartet. Dabei standen die jüngsten Entwicklungen in Afghanistan im Mittelpunkt, wo die Einbeziehung von Frauen bei den Überlegungen zur politischen Zukunft nach dem islamistisch-fundamentalistischen Taliban-Regime berücksichtigt werden müssten.

Offener Brief an Kofi Annan .

In einem Offenen Brief an UNO-Generalsekretär Kofi Annan fordern die 14 Politikerinnen stärkere Hilfe für Frauen in Konflikten, mehr Anerkennung für ihre Tätigkeiten sowie eine größere Einbindung in politische Verantwortung.

Frauen seien in Krisen und Konflikten besonders verletzlich und zählten zu den ersten Opfern von Hungersnöten und Wirtschaftskrisen, bei Gewaltausbrüchen und beim "Versagen der Gesellschaft", heißt es in dem Brief. Umgekehrt sei die Rolle von Frauen für Erziehung, Gesundheit, Umwelt und Entwicklung besonders wichtig. Die Politik sollte daher auf nationaler und internationaler Ebene die zentrale Bedeutung von Frauen für die menschliche Entwicklung anerkennen und ihre besondere Betroffenheit durch Bedrohungen der Sicherheit berücksichtigen.

Weibliche Bedürfnisse achten

Konkret sollten die Vereinten Nationen die Rolle von Frauen in friedenserhaltenden Operationen stärken, Entwicklungsprojekte mehr für weibliche Bedürfnisse entwerfen und bei internationalen Hilfsprogrammen die volle und gleichberechtigte Mitwirkung von Frauen garantieren.

Der Kampf gegen Gewalt an Frauen müsste auf allen Ebenen, durch Regierungen, religiöse Gemeinschaften und internationale Organisationen intensiviert werden. In Wiederaufbau- und Friedensverhandlungen sollten auch Vertreterinnen der Bevölkerung voll einbezogen werden, um sicherzustellen, dass die UNO-Operationen allen Teilen der Bevölkerung zu Gute kommen und Frauen nicht diskriminieren. (APA)

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