Wiener "Fly over" gewinnt ARBÖ- Umweltpreis

13. November 2001, 19:59
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Auto-Wertung brachte alles andere als einen Überraschungssieger

Wien - Audi A4, Peugeot 307, Ford Mondeo - das bedeutet Gold, Silber und Bronze. Am Dienstag besetzten diese Modelle die Stockerlplätze beim "Großen Österreichischen Automobil-Preis" des ARBÖ in Wien. Der alljährlich ebenfalls verliehene Umweltpreis ging an Walter Hufnagel, den Chef der Brückenbauabteilung der Stadt Wien, für seine Erfindung der "Fly over"-Brückenkonstruktion.

45 Fachjuroren (darunter ARBÖ-Präsident Herbert Schachter, Rallye-Weltmeister Walter Röhrl oder STANDARD-Automann Andreas Stockinger) und die Leser des ARBÖ-Klubjournals Freie Fahrt wählten ihre Favoriten aus insgesamt 25 neuen Autos. Auf den Audi entfielen 93 von 162 möglichen Punkten, der Peugeot bekam 59, und der Ford holte sich 51 Punkte.

Seriengewinner Audi

Audi scheint die Goldmedaille beinahe schon gepachtet zu haben: Nach dem Audi 80 (1986) und dem A4 der ersten Generation (1995) gewann die Mittelklasse-Baureihe der Ingolstädter Autobauer heuer bereits zum dritten Mal den bedeutendsten Automobilpreis Österreichs. 1996 indes war der A3 erfolgreich, 1999 wurde der Sportwagen Audi TT ausgezeichnet.

Den Umweltpreis des ARBÖ nahm Obersenatsrat Walter Hufnagel, der "geistige Vater" des so genannten "Fly over", in Empfang. Der Leiter der Brückenbauabteilung der Stadt Wien (MA 29) ist unter anderem für die Sanierungsarbeiten an der berüchtigten Südosttangente verantwortlich. Mit dem "Fly over" ist es möglich, die Stadtautobahn ohne Sperren und Umleitungen zu renovieren.

Ersparte Apokalypse

Damit habe Obersenatsrat Hufnagel, so die Begründung des Autofahrerklubs, der "Bundeshauptstadt Wien einen apokalyptischen Verkehrszusammenbruch und damit eine Umweltkatastrophe von unabsehbaren Ausmaßen erspart".

Täglich passieren rund 180.000 Fahrzeuge die Stadtautobahn, damit ist die Südosttangente die meistbefahrene Straße Österreichs. Mit dem "Fly over" können besonders die kritischen Dehnfugen der Tangente rasch und sicher ersetzt werden. An ihrem Scheitelpunkt ist die Konstruktion 1,9 Meter hoch, Arbeiter können aufrecht unter der Fahrbahn stehen. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 14.11.2001)

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