Telecom Italia mit Umsatz- und Gewinnanstieg

13. November 2001, 16:04
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Verschuldung soll bis Jahresende auf 25 Milliarden Euro sinken

Der führende italienische Telekommunikationskonzern Telecom Italia, die in Österreich mit 29,8 Prozent an der Telekom Austria und mit 25 Prozent an der Mobilkom Austria beteiligt ist, hat im Neun-Monats-Zeitraum des Geschäftsjahres 2001 einen Umsatzanstieg und ein Zuwachs beim operativen Ergebnis erzielt.

Das vom Reifen- und Kabelhersteller Pirelli kontrollierte Unternehmen teilte am Dienstag in Mailand mit, der Umsatz sei um 9,7 Prozent auf 23,55 Milliarden Euro und das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) um 9,3 Prozent auf 10,75 Milliarden Euro gestiegen. Diese Zuwächse entsprächen den Erwartungen, teilte Telecom Italia ohne weitere Erläuterungen mit. Der Netto-Verlust belaufe sich bei Sonderabschreibungen auf 328 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,253 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

telekom.at muss weg

Im Rahmen der Konzentration auf das Kerngeschäft und des geplanten Verkaufs von Randaktivitäten fielen Abschreibungen auf Beteiligungsbesitz in Höhe von 1,607 Mrd. Euro an.

Telecom Italia hatte angekündigt, sich von seinem Anteil an Telekom Austria, an dem französischen Unternehmen Bouygues Telecom und an dem türkischen Mobilfunkanbieter Aria trennen zu wollen. Eine Beteiligung in Spanien steht auf dem Prüfstand. Die auf den Beteiligungsbesitz anfallenden Abschreibungen haben nach Unternehmensangaben keinen Einfluss auf das Kapital. Auch an der Dividendenausschüttung werde sich nichts ändern.

Anhebung der Prognosen

Für das Gesamtjahr hob Telecom Italia seine Prognosen für das zu erwartende Wachstum bei Umsatz und EBITDA an. Das Unternehmen rechnet nun mit jeweils zweistelligen Zuwächsen gegenüber dem Vorjahr, begründete die Erwartungen jedoch zunächst nicht. Bisher war Telecom Italia von jeweils knapp zehn Prozent Wachstum ausgegangen. Das konsolidierte Konzernergebnis könne allerdings auf Grund von Abschreibungen auf Beteiligungen und Firmenwerte negativ ausfallen, warnte das Unternehmen. Die Verschuldung soll bis zum Jahresende auf 25 Mrd. Euro sinken. (APA/Reuters)

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