Nokia gründet Industriegruppe für "offene mobile Architektur"

13. November 2001, 15:23
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Handyspezialist veröffentlicht Lizenzmodell für einheitliche Handyservices

Nokia, der finnische Handyspezialist, hat auf der Comdex in Las Vegas eine Industrie-Initiative für gemeinsame Standards für Mobiltelefone vorgestellt. Die Initiative vereinigt Mobilfunkgesellschaften, Technologielieferanten und Handyproduzenten wie AT&T, Telefonica, Vodafone oder NTT DoCoMo sowie Sony Ericsson, Fujitsu, Sharp, Motorola, Matsushita oder Symbian. Ziel der Gruppe ist eine "offene mobile Architektur", um die Fragmentierung des Service-Markts im Mobilfunkbereich zu verhindern.

Offene Plattfor wichtig

Die offene mobile Architektur für die Handys der Zukunft enthält die offenen Standards WAP2.0/XHTML, MMS, SyncML sowie Java und das Betriebssystem Symbian. "Eine offene und globale Service-Plattform ist von höchster Wichtigkeit für die Industrie, um die Erwartungen der Endkunden erfüllen zu können", erklärte Jorma Ollila, CEO von Nokia. Die Initiative wird Software-Module für Terminal-Clients und die entsprechenden Serverlösungen für die Handynetze der dritten Generation erstellen. Nach Angaben von Nokia erhofft sich die Gruppe die schnelle, einheitliche und weltweite Einführung neuer Funktionen für Handys wie mobilen Internetzugang oder visuelle Download-Services.

Entwicklung beschleunigen

Nokia selbst will jedenfalls die Entwicklung beschleunigen und wird eine Reihe von Technologien für diese Initiative lizenzieren. Das unter der Bezeichnung Series 60 Plattform veröffentlichte Softwarepaket basiert auf Symbian OS und beinhaltet Terminal-Clients für MMS und SMS, WAP/XHTML-Browser und eine Synchronisations-Engine auf der Basis von SyncML. Die Plattform wird als Source-Code zur Verfügung gestellt, der von den Lizenznehmern verändert werden kann. (pte)

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