EU: Rückzug der Taliban ist "willkommener Fortschritt"

13. November 2001, 14:48
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UNO kann nun humanitäre Aktionen planen

Brüssel - Die Europäische Kommission hat am Dienstag den Rückzug der Taliban aus mehreren Gebieten in Afghanistan als "willkommenen Fortschritt" begrüßt. Nun könnten Hilfsorganisationen humanitäre Aktionen planen, sagte ein Kommissionssprecher. Bei der internationalen Hilfe müsse die UNO eine entscheidende Rolle spielen. Unklar sei, in welchem Umfang die EU humanitäre Hilfe leisten werde.

Trotz zahlreicher Kontakte mit Hilfsregierungsorganisationen vor Ort habe die EU-Kommission bisher keine Bedarfsanalyse machen können, sagte der Sprecher weiter. Die Kommission stehe mit der Weltbank und mit anderen internationalen Organisationen in engem Kontakt, um die Situation zu prüfen und eine anschließende Geberkonferenz vorzubereiten.

Neben Geld für humanitäre Hilfe stünden auch technische Hilfen sowie Lebensmittellieferungen zur Verfügung. Im EU-Haushalt stünden derzeit für den gesamten asiatischen Raum jährlich etwa 400 Millionen Euro bereit. (APA)

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