Männer mit kurzen Beinen haben erhöhtes Diabetes-Risiko

13. November 2001, 14:15
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Insulinresistenz als Vorbote der Zuckerkrankheit deutlich erhöht

London - Männer mit kurzen Beinen haben ein erhöhtes Risiko an Diabetes und einem Herzleiden zu erkranken. Das behaupten Forscher der University of Bristol in einer Langzeitstudie an 2.512 Männern im Alter zwischen 45 und 59 Jahren. Die über einen Zeitraum von 15 Jahren durchgeführten Untersuchungen ergaben, dass bei den Männern mit den kürzesten Beinen die Insulinresistenz als Vorbote der Zuckerkrankheit deutlich erhöht war, so ein Bericht von BBC online. Für die Studie wurde den walisischen Probanden Blutproben entnommen und Stand- bzw. Sitzhöhe gemessen.

Laut dem Forscherteam um George Davey Smith enthielt das Blut der "Kurzbeinigen" eine erhöhte Konzentration an Blutfetten und dem Blutgerinnungsfaktor Fibrinogen. Beides sind Faktoren für ein erhöhtes Risiko einer Herzstörung. Die Forscher spekulieren, dass kurze Beine Zeichen einer schlechten Ernährung in der Kindheit seien. Im Gespräch mit der BBC sagte Davey Smith: "Es ist möglich, dass sich kindliche Körper an eine nicht adäquate Ernährung in frühen Jahren anpassen. Verbessert sich später die Nahrungsversorgung werden die Extrakalorien möglicherweise als Fett abgelagert, da der Körper an einen Mangel gewöhnt ist. Übergewicht trägt wesentlich zu Diabetes und Herzerkrankungen bei."

"Koronare Herzerkrankungen stehen mit vielen kontrollierbaren Faktoren wie Rauchen oder einem inaktiven Lebensstil in Zusammenhang", so ein Sprecher der British Heart Foundation. Inwiefern Gene, die auch für die Beinlänge verantwortlich sein könnten, in der Kindheit eine Rolle spielen ist noch nicht vollständig geklärt. "Die Kernaussage der Studie ist, dass die Gesundheit im Kindesalter eine Langzeitwirkung auf den Gesundheitsstatus im Erwachsenenalter hat", behauptet Davey Smith. (pte)

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