Laut britischer Studie haben kurzbeinige Männer höheres Gesundheitsrisiko

13. November 2001, 13:43
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Wegen höherer Diabetesgefahr

London - Männer mit kurzen Beinen haben einer britischen Langzeitstudie zufolge ein höheres Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes. Für die Untersuchung wurden 2.512 Männer aus Wales im Alter zwischen 45 und 59 detailliert vermessen und ihr Gesundheitszustand 15 Jahre lang beobachtet. Unter den kurzbeinigen Studienteilnehmern litten deutlich mehr Männer an einer so genannten Insulinresistenz, die zu Diabetes führen kann.

"Sitzriesen"

Das gelte auch für "Sitzriesen"-Männer, die trotz kurzer Beine eine normale Körpergröße haben. Die Studie präsentieren Prof. George Davey Smith von der Universität Bristol und Kollegen im Fachblatt "Journal of Epidemiology and Community Health" (Bd. 55, S. 867).

Schlechtere Blutfettwerte

Darüber hinaus hatten die Männer mit kürzeren Beinen schlechtere Blutfettwerte und eine höhere Konzentration des Blutgerinnungsfaktors Fibrinogen. Beides erhöht die Gefahr von Herzkrankheiten, die unter den kurzbeinigen Männern während der Studie auch häufiger vorkamen.

Die Mediziner vermuten, dass kurze Beine auf eine unausgewogene Ernährung im Kindesalter oder auf eine erbliche Veranlagung hindeuten, die gleichzeitig mit einem höheren Risiko für Herz- und Kreislaufkrankheiten und Diabetes verbunden sind. Frühere Studien hatten die Körpergröße bereits mit Hinweisen für Herzkreislauf- Risiken in Verbindung gebracht. Ausschlaggebend sei aber offenbar die Beinlänge, schreiben die britischen Forscher jetzt. (APA/dpa)

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