Ärztekammer ruft zu mehr Vorsorgebewusstsein auf

13. November 2001, 13:38
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Gesundenuntersuchung und Lifestyle-Beratung bei Ärzten in Anspruch nehmen

Wien - Anlässlich des morgen stattfindenden Weltdiabetestages ruft die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) die Österreicher zu mehr Vorsorgebewusstsein auf. "Wir haben bei Diabetes eine rasante Entwicklung nach oben und liegen mit den Fallzahlen international mittlerweile im Spitzenfeld", warnt ÖÄK-Präsident, Dr. Otto Pjeta. "Daher ist es gerade in unserem Land die Früherkennung sehr wichtig - umso mehr, als ein erheblicher Anteil der Betroffenen die Krankheit erst bemerkt, wenn bereits gravierende Schäden eingetreten sind." Pjeta verwies in diesem Zusammenhang auf die kostenlose Gesundenuntersuchung, die von Sozialversicherten ab dem 19. Lebensjahr jährlich in Anspruch genommen werden kann. Ein unerkannter Diabetes könne zu problematischen Langzeitfolgen wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit der Gefahr eines Herzinfarkts, Nieren- und Augenschäden, Durchblutungsstörungen in den Extremitäten sowie Nervenschädigungen mit dramatischen Folgen bis hin zu gravierenden Sensibilitätsstörungen führen, unterstrich de Ärztepräsident. "Wir wissen heute, dass besonders die Fallzahlen beim lebensstilbedingten Typ-2-Diabetes (erworbene Zuckerkrankheit) steigen", erläutert Pjeta. "Gerade hier können aber im Frühstadium noch sehr große Erfolge durch Bewegung und Sport, sowie eine Ernährungsumstellung der Betroffenen erreicht werden. Leider gibt es diesbezüglich in der Bevölkerung ein echtes Informationsdefizit. Es ist daher sehr wichtig, zum Arzt zu gehen, sobald erste Verdachtsmomente auftauchen oder risikofördernde Umstände wie Übergewicht und Bewegungsmangel bereits vorhanden ist. Der Arzt kann entsprechende Untersuchungen zur Früherkennung durchführen und den Patienten anschließend gezielt beraten." (red)
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