ORF peilt trotz Werbeflaute wieder "schwarze Null" an

13. November 2001, 13:12
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140 Millionen Schilling Werbestornos seit 11. September

Trotz eines Rückgangs der Werbeeinnahmen wird der ORF auch im Jahr 2001 ausgeglichen bilanzieren. Dies kündigte Alexander Wrabetz, Kaufmännischer Direktor des ORF, am Dienstag bei der Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Technik der Hörer- und Sehervertretung an. Von Jänner bis Oktober 2001 gingen die Werbeeinnahmen um rund 247 Millionen S (18,0 Mill. Euro) - sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum - zurück. Seit dem 11. September 2001 habe der ORF Werbestornos in der Höhe von 140 Millionen Schilling verzeichnet, erfuhr die APA aus dem Sitzungsumfeld.

Sinkende Werbeeinnahmen durch Sparmaßnahmen augeglichen

Der ORF habe aber relativ weniger unter der rückläufigen Werbekonjunktur gelitten als andere vergleichbare europäische Rundfunkunternehmen, so Wrabetz. Die sinkenden Werbeeinnahmen seien durch Sparmaßnahmen ausgeglichen worden. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2001 wurde demnach ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 291,2 Mill. Schilling erzielt. Auf dieser Basis seien auch die höheren Kosten im vierten Quartal, die durch den verstärkten Einsatz von Eigenproduktionen entstanden seien, finanzierbar: Die von Wrabetz angestrebte "schwarze Null" für das Jahr 2001 sieht er daher realisierbar, hieß es am Dienstag. (APA)

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