Frauen sind nicht käuflich

21. November 2001, 13:07
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Geburtenrückgang beweist verfehlte Frauen- und Familienpolitik

Nicht genügend, setzen! Die Regierung hat mit dem neuesten Ergebnis des Geburtenrückgangs die Rechnung für ihre sogenannte Frauenpolitik serviert bekommen.

Denn all ihren Bemühungen betreffend des Kindergeldes zum Trotz, ist die Zahl der Geburten in Österreich in diesem Jahr - von Jänner bis September - um 3,8 Prozent gesunken. In absoluten Zahlen ausgedrückt, kamen um 2.222 Kinder weniger zur Welt als im Vorjahr.

Die Regierung hat also das mit dem Kindergeld verbundene Ziel glatt verfehlt. Tja, auf Frauenpolitik zur Gänze zu verzichten und statt dessen reine Familienpolitik für Frauen zu machen, ist halt doch der falsche Weg. Eine total obsolete und billige Politik hat ihren Preis. Denn Frauen lassen sich vom "Zuckerl" Kindergeld heute nicht mehr locken. Was sie - und natürlich auch die Männer - brauchen, sind ausreichend Kinderbetreuungsstätten, die jedoch aufgrund der Umbudgetierung von zusätzlichen Einsparungen betroffen waren/sind.

Worauf die konservativen Damen und Herren dieser Regierung vergessen haben: Es geht um die Vereinbarung von Beruf und Familie - nicht nur für Frauen, die nach wie vor als die Zuständigen für die Famileinarbeit betrachtet werden. Es geht um eine Erleichterung beim Wiedereinstieg. Es geht um Garantien bei der Rückkehr in den Job. Es geht um eine Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten an die Pension. Mit Geld allein kann keine adäquate Politik für Familien gemacht werden. (dabu)

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