Debitel arbeitet mit neuem Anbieter Quam zusammen

13. November 2001, 10:48
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Quam wird in rund 5.000 debitel-Verkaufsstellen präsent sein

Der netzunabhängige Service-Anbieter debitel und das neue Telekom-Unternehmen Quam wollen beim Mobilfunk zusammenarbeiten. Die Vereinbarung erstreckt sich zunächst auf den heutigen Handy-Standard GSM, soll aber auch für die künftigen UMTS- Netze gelten. Das teilten beide Unternehmen am Dienstag mit.

Quam ersteigerte deutsche UMTS-Lizenz

Quam ist ein spanisch-finnisches Joint Venture der Telefongesellschaften Telefónica und Sonera mit Sitz in München. Das Konsortium hatte im Sommer 2000 eine der sechs deutschen UMTS-Lizenzen ersteigert. Quam wird durch die Kooperation beim Start Ende des Monats deutschlandweit in rund 5.000 debitel-Verkaufsstellen präsent sein.

Bereits die vierte Vereinbarung

Für debitel ist es bereits die vierte Vereinbarung mit Lizenzinhabern für die dritte Mobilfunkgeneration. "Seit der UMTS-Versteigerung im vergangenen Jahr war dies unser erklärtes Ziel, das wir nun erreicht haben", sagte debitel-Vorstandschef Peter Wagner. Das Unternehmen hatte eine Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit für UMTS bereits mit den Betreibern D1/Deutsche Telekom, D2/Vodafone und E-Plus beschlossen.

Nur Viag verweigerte Kooperation

Als einziger GSM-Netzbetreiber verweigerte Viag Interkom bisher eine Kooperation mit debitel. Ein Gericht hatte beide Seiten im Frühjahr zu Gesprächen aufgefordert. Die debitel AG (Stuttgart) sei trotz der jüngsten Übereinkunft mit Quam weiter an einer Einigung mit dessen Konkurrenten Viag Interkom interessiert, betonte Wagner am Montagabend vor Journalisten in Stuttgart.

Bis Jahresende sollen zehn Millionen Kunden erreicht werden

Wagner hofft, bis zum Jahresende die Summe von zehn Mill. debitel-Kunden europaweit zu übertreffen. Für das kommende Jahr prognostiziert der Manager eine Delle bei der Zahl der Handy-Nutzer, weil eine Reihe von so genannten Prepaid-Kunden aus dem Boomjahr 2000, die fürs Telefonieren im Voraus bezahlt haben, nicht mehr in der Statistik geführt würden. Bei debitel nutzen etwa 60 Prozent der Kunden Handys mit Prepaid-Karten. Das Unternehmen gehört mehrheitlich dem Schweizer Telekom-Konzern Swisscom.(APA/dpa)

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