Zentrales Element für elektronische Schaltkreise

13. November 2001, 10:42
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Frankfurt - Der Transistor ist ein elektronisches Bauteil, das als Verstärker für elektrische Spannungen dient. Da er auch für kleine Ströme als Schalter geeignet ist, bildet er das zentrale Element für elektronische Schaltkreise wie den Mikrochip. Der Transistor bildet gewissermaßen das Fundament der digitalen Welt. Erhält der Transistor eine Basisspannung von wenigen Volt, fließt ein Basisstrom, der das digitale Zeichen 1 verkörpert. Ist keine Spannung vorhanden, fließt kein Strom - dies wird als digitales Zeichen 0 interpretiert. Mit der Abfolge dieser Spannungszustände oder Zeichen (Bits) können Buchstaben ebenso verschlüsselt werden wie Bilder, Töne oder Befehle komplexer Programmiersprachen. Die neuesten Transistoren können in einer Sekunde mehrere Milliarden Mal ihren Spannungszustand ändern.

Bekannt geworden ist der Transistor als Bauteil im Radiogerät. Dort diente der 1947 von William Shockley, John Bardeen und Walter Brattain in den USA entwickelte Transistor zur Verstärkung der elektronischen Signale und löste die unförmigen und Hitze abstrahlenden Elektronenröhren ab. Die ersten Transistoren bestanden aus einer kleinen Klammer, zwei dünnen Goldplättchen und dem Halbleitermaterial Germanium. Die Transistoren integrierter Schaltkreise bestehen aus einem elektrisch leitenden Metall, Siliziumoxid als nicht leitendem Material und Silizium als Halbleiter. Ein Halbleiter ist ein Material, dessen elektrischer Widerstand zwischen dem von Metallen und nicht leitenden Stoffen liegt. Werden in das Kristallgitter eines Halbleiters fremde Atome eingefügt, kann auch der Halbleiter bei Anlegen einer Spannung Strom leiten. (APA)

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