Das Dasein als Geliebte

13. November 2001, 12:43
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Akzeptanz, Mitleid und Hass gegenüber der "Zweitfrau" - eine Umfrage

Hamburg - Fast jede dritte Frau war schon einmal eine Geliebte, und jede fünfte hätte nichts dagegen, noch einmal die heimliche zweite Partnerin zu sein. Bei einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gewis für die Frauenzeitschrift "Laura" sagten 29 Prozent von 1.105 Frauen zwischen 18 und 60 Jahren, dass sie Erfahrung als Geliebte haben.

Rolle der Zweitfrau

Vor allem die 40- bis 60-Jährigen kennen das Dasein als Schattenfrau, nämlich 40 Prozent von ihnen. Von den 19- bis 39-Jährigen sind es nur 18 Prozent. 21 Prozent aller Frauen würden sich wieder mit der Rolle der Zweitfrau zufrieden geben, von den älteren Frauen zwischen 40 und 60 sogar 24 Prozent.

Das "Allerletzte"

Lange Zeit waren die Geliebten gehasst und verachtet, heute jedoch bringen ihnen 39 Prozent aller befragten Frauen Mitleid entgegen. Nur neun Prozent sagten: "Eine Geliebte ist für mich das Allerletzte." Die Hälfte (52 Prozent) kann einfach nicht nachvollziehen, wie man sich freiwillig in solch eine Position begibt.

Wenn der eigene Mann eine Geliebte hätte, würden 30 Prozent der Frauen sich von ihm trennen. 57 Prozent würden erst einmal darüber sprechen, und drei Prozent würden den Treuebruch verdrängen. Zehn Prozent schwören auf Rache und würden sich ebenfalls einen Geliebten suchen, wie das Blatt am Montag berichtete. (APA)

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