Verkehrsministerium: Personalkarussell dreht sich erneut

13. November 2001, 00:20
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Abgang von Forstingers Kabinettschef Hans- Jürgen Miko zeichnet sich ab

Wien - Ein weiterer schwerer Verlust dürfte dem Kabinett von Verkehrsministerin Monika Forstinger (F) bevorstehen. Ein Abgang von Kabinettschef Hans-Jürgen Miko vor Ende der Legislaturperiode gilt dem Vernehmen nach als fix. Es sei aber von Anfang an geplant gewesen, dass Miko sein Engagement im Verkehrsministerium vor 2003 beendet, hieß es aus informierten Kreisen.

Eine mögliche neue Aufgabe könnte Miko laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "profil" im Vorstand der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) finden. Dort wird Forstingers Kabinettschef als möglicher Nachfolger von Infrastruktur-Vorstand Helmut Hainitz gehandelt. Hainitzs Vertrag läuft auf eigenen Wunsch spätestens Ende 2002 aus. Laut "profil" könnte Miko schon am 1. März 2002 in den ÖBB-Vorstand wechseln.

Miko selbst wollte diese Gerüchte am Montag nicht kommentieren. Dass er zur ÖBB aber eine gewisse "Affinität" habe, sei klar. "Es wäre falsch zu sagen dass ich für diese Funktion nicht qualifiziert bin. Ich kenne die Infrastruktur wirklich gut", sagte Miko. Konkrete Gespräche gebe es derzeit nicht. Wenn man an ihn herantrete, werde er sich aber damit auseinandersetzen, so der Kabinettschef.

Laut "profil" würde Forstinger mit dem Abgang Mikos bereits der 18. Mitarbeiter abhanden kommen. Gleichzeitig erweitert die Infrastrukturministerin dem Bericht zufolge aber auch ihren Personalstab. Vergangene Woche holte sie demnach zwei neue persönliche Referenten. Mit nunmehr fünf persönlichen Referenten halte Forstinger einen stolzen Rekord in der Regierung, heißt es im Magazin. (APA)

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