Wurmitzer einziger Kandidat als Obmann der ÖVP- Kärnten

12. November 2001, 15:05
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Einstimmig vorgeschlagen - 28. Landesparteitag ist am Samstag in Klagenfurt

Klagenfurt - Georg Wurmitzer, vor einem Jahr mit 95,15 Prozent zum Landesparteiobmann der Kärntner Volkspartei gewählt, ist beim 28. Landesparteitag am kommenden Samstag in Klagenfurt (um 9 Uhr, Messearena) der einzige Kandidat für diese Funktion. Der Landesparteivorstand habe ihn einstimmig vorgeschlagen, sagte Wurmitzer am Montag bei einem Pressegespräch in Klagenfurt.

Einstimmig wurden auch der Klagenfurter Bürgermeister Harald Scheucher, der Gemeindechef von Berg, Ferdinand Hueta, Angelika Winkler (Ossiach) und der Landesobmann der Jungen VP, Peter Weidinger, als Stellvertreter nominiert. Als Vorsitzender des Landeskontrollausschusses ist Gerd Penkner, als Vorsitzender des Landesparteigerichtes Wilhelm Waldner jun. vorgesehen.

Drei Anträge einstimmig beschlossen

Einstimmig beschlossen wurden vom Parteivorstand auch drei Anträge an den Parteitag: Der erste hat die Einführung einer Familienkarte in Kärnten zum Inhalt, welche als Trägerin aller Transferleistungen der Familienförderung (Schulstartgeld, Sport- und Kulturveranstaltungen usw.). Der zweite Antrag lautet, die Ergebnisse der sieben Arbeitsgruppen des "Zukunftsforums" zum Aktionsprogramm der politischen Arbeit in der Kärntner VP zu bestimmen. Der dritte betrifft die Installierung eines Kärntner Sicherheitsrates.

"Der Spitzenkandidat für die nächste Landtagswahl steht beim Parteitag nicht zur Diskussion", sagte Wurmitzer auf eine diesbezügliche Frage. Dazu sei noch genügend Zeit, weil Wahltermin der März 2004 ist. "Sollte die Wahl jedoch vorverlegt werden, sind wir gerüstet", meinte der Parteiobmann. Für den Fall, dass ihn die Partei braucht, stehe er als Spitzenkandidat zur Verfügung.

"Es gab dazu keine parteiinterne Kritik"

Gerüchte, wonach die Weigerung, den von FP und SP beschlossenen Neubau des LKH Klagenfurt mitzutragen, Wurmitzers Position innerhalb der Partei geschwächt hätten, wies dieser zurück. "Es gab dazu keine parteiinterne Kritik", sagte der Obmann. Er glaube daher auch nicht, dass es beim Parteitag "Nachwirkungen" geben werde. "Die Partei ist geschlossen, da geht kein Keil hinein", erklärte Wurmitzer.

Laut Parteistatut könnten 20 Delegierte mit ihrer Unterschrift am Parteitag einen Wahlvorschlag für einen Gegenkandidaten einbringen. "Ich glaube aber nicht, dass es dazu kommen wird", sagte Wurmitzer.

Hauptredner beim Parteitag wird Bundesparteiobmann und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sein. (APA)

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