Siemens-Chef erwägt Kooperationen im Handybereich

12. November 2001, 13:22
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4.600 Arbeitsplätze im Mobilfunkbereich werden abgebaut - Vollständige Produktionsausgliederung nicht geplant

Der Vorstandschef des Münchener Siemens-Konzerns, Heinrich von Pierer, hält Kooperationen in der defizitären Handy-Sparte generell für möglich. "Kooperationen sind im Prinzip immer denkbar", sagte von Pierer in einem am Montag veröffentlichten Interview mit dem "Handelsblatt". Die Auslagerung der Handy-Produktion schloss er allerdings aus.

Schnelle Reaktionen erforderlich

"Wir wollen die Produktion nicht vollständig in die Hände eines anderen legen, wie ein Teil unserer Konkurrenten." Mobiltelefone seien ein schnelllebiges Geschäft, da müsse man schnell reagieren können, sagte von Pierer. Das Umfeld sei derzeit sehr schwierig. Das Wachstum im Mobilfunkbereich sei in diesem Jahr zusammengebrochen, betonte Pierer. Der Absatz aller Hersteller stagniere bei 400 Millionen verkauften Handys weltweit.

Partner-Gerüchte

Als mögliche Siemens-Partner waren laut Medienberichten unter anderem Motorola und Toshiba im Gespräch. Der Konzern kommentierte die Spekulationen bisher aber nicht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/01 (Ende 30. September) ist Siemens in seinen Kommunikationssparten tief in die roten Zahlen gerutscht und hat daher bereits den Abbau von rund 16.600 Stellen, 4.600 Stellen in der Mobilfunksparte ICM, angekündigt. Konkrete Zahlen für 2000/01 legt der Konzern am Mittwoch vor. (APA/Reuters/dpa)

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