Skopje versetzt Armee in erhöhte Alarmbereitschaft

12. November 2001, 13:25
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"Albanische Nationalarmee" bekennt zu aktuellen Gewalttaten

Skopje - Mazedonien hat seine Streitkräfte am Montag nach einer neuen Eskalation des Konflikts mit albanischen Rebellen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Das berichtete der mazedonische Rundfunk in Skopje. Die Einheiten der Armee könnten jetzt auf Befehl in den Einsatz ziehen. Über eine Mobilisierung von Reservisten gab es keine Berichte.

Innenminister Ljube Boskovski hatte zuvor erklärt, in der Umgebung von Tetovo im Nordwesten des Landes seien etwa hundert Zivilisten entführt worden. Die militante Untergrundgruppe "Albanische Nationalarmee" (AKSh) hat sich zu den neuen Gewalttaten bekannt. Bei Schießereien mit Spezialeinheiten der Polizei wurden bei Tetovo drei Angehörige der Anti-Terror-Gruppe "Löwen" getötet.

Im Parlament in Skopje kommt der Friedensprozess nicht voran. Am Sonntag hatte Parlamentspräsident Stojan Andov mitgeteilt, dass die Debatte über Verfassungsänderungen zur Stärkung der Rechte der Albaner erst fortgesetzt werden könne, wenn die albanische Partei der Demokratischen Prosperität (PDP) wieder voll mitarbeite. Die PDP will entweder gegen die Verfassungsänderungen stimmen oder die Sitzung boykottieren. Die PDP ist an der Konzentrationsregierung beteiligt, die auf Druck der westlichen Vermittler gebildet worden war.(APA/dpa/AP)

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