OneTwoSold für Verkäufer künftig nicht mehr gratis

12. November 2001, 13:08
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Bei erfolgreichem Verkauf bis zu 3 Prozent Provision - Osteuropaexpansion auf Eis gelegt

Das mit Jahresbeginn 2000 gestartete österreichische Internet-Auktionshaus OneTwoSold, das sich bisher über die Vermietung von Auktionshallen an Firmen und über Cobranding-Modelle - etwa mit Jet2Web Telekom, Mobilkom Austria und krone.at - finanzierte, führt künftig Gebühren ein. Ab den nächsten Tagen - der genaue Zeitpunkt stehe noch nicht fest - müsse jeder Verkäufer bei erfolgreichem Verkauf seines Produktes bis zu 3 Prozent Provision von der Verkaufssumme zahlen, sagte der neue OneTwoSold-Vorstandsvorsitzende Franz Karner.

Userseitig ändert sich nichts

Die Registrierung der User sowie das Einstellen und Ersteigern der Produkten würden aber gebührenfrei bleiben. Die Gebühr, die sich nach der Verkaufssumme richte und bei entsprechend höherem Volumen auf bis zu 1,5 Prozent sinke, werde zur Aufrechterhaltung der "umfassenden Sicherheitsmaßnahmen beim Online-Shopping" eingehoben, begründete Karner die Einführung von Gebühren. Im Gegenzug erhielten alle 110.000 bisher registrierten User sowie jene, die sich bis Ende November neu registrieren, auf ihrem Konto ein Guthaben von 7 Euro (96,3 Schilling).

Im Plan

Das Geschäft der OneTwoSold sei indes auf Plan, berichtete Karner. Das Internet-Auktionshaus erwarte heuer ein Handelsvolumen von 700 Mill. S (50,9 Mill. Euro) und ein "leicht positives operatives Ergebnis". Die ursprünglich geplante Osteuropa-Expansion des Auktionshauses, das bereits in Polen und der Slowakei tätig ist, sei derzeit "auf Eis gelegt", so Karner. Die Markteintritte in den Reformländern würden künftig auch mit dem jüngst erworbenen Wiener Dorotheum abgestimmt.

Osten zahlt sich noch nicht aus

Vor einem Jahr noch habe man geglaubt, dass ein früher Markteintritt in Osteuropa und anschließendem "Platz verteidigen" günstiger sei als ein späterer Markteintritt mit höheren Investitionen durch den verstärkten Wettbewerb. In Polen etwa sei aber zwar die Internetdurchdringung mit der Österreichs vergleichbar, die Kaufkraft allerdings wesentlich schlechter. In Polen erziele man derzeit etwa ein Drittel der Österreich-Umsätze, in der Slowakei ein Drittel der Polen-Umsätze.

Weiter Neuerungen

Als weitere Neuerung biete OneTwoSold Firmen künftig an, Produkte auch zu Fixpreisen anzubieten bzw. Geschenkartikel in einem eigenen Schaufenster zu präsentieren, wodurch der User seine Weihnachtseinkäufe rund um die Uhr erledigen könne. Durch eine Kooperation mit Mobilkom Austria könne bei OneTwoSold künftig auch via Handy von unterwegs mitgesteigert werden. (APA)

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