AUA: Analysten erwarten neuerlichen Gewinneinbruch

12. November 2001, 11:42
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Betriebserfolg dürfte ins Minus drehen

Wien - Die börsenotierte Austrian Airlines-Gruppe (AUA) dürfte morgen, Dienstag, eine neuerliche Ergebnisverschlechterung bekannt geben. Die für die Luftfahrt wichtigste Ergebniskennziffer EBITDAR, das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Amortisation und Leasingkosten, dürfte für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2001 um 22,6 Prozent auf 158,3 Mill. Euro (2,2 Mrd. S) zurückgehen, erwarten die Analysten heimischer Großbanken im Durchschnitt. Im Vorjahr betrug das EBITDAR in diesem Zeitraum 204,4 Mill. Euro.

Beim Umsatz rechnen die Analysten mit einem deutlichen Zuwachs um mehr als ein Drittel auf 1,651 (1-9/2000: 1,217) Mrd. Euro. Der Zuwachs sei in erster Linie auf die Konsolidierung der Tochtergesellschaften zurückzuführen.

Betriebserfolg dürfte ins Minus drehen

Der Betriebserfolg EBIT dürfte von 20,1 Mill. Euro im Vorjahr auf negative 16,4 Mill. Euro gedreht haben, erwarten die Branchenbeobachter. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) dürfte sich das Vorjahresminus von 15,5 Mill. Euro auf minus 77,8 Mill. Euro verfünffacht haben, so die Erwartungen.

Die befragten Analysten rechnen mit einem entschlossenen Maßnahmenpaket des neuen Managements, um in der allgemeinen Luftfahrtkrise bestehen zu können. Die erwarteten Maßnahmen umfassen Personalkürzungen um rund 15 Prozent, diverse Umstrukturierungen und wohl auch Maßnahmen zum Abbau der hohen Schulden. Zum Halbjahr hatte die AUA-Gruppe Verbindlichkeiten von knapp 2,7 Mrd. Euro (37 Mrd. S) bekanntgegeben.

Bis knapp vor Montag Mittag zog die AUA-Aktie an der Wiener Börse um 7,4 Prozent auf 6,24 Euro nach 5,81 Euro zum Freitag-Schluss an. Umgesetzt wurden bisher knapp über 70.000 Stück. (APA)

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