Burgenland präsentiert Berufsschulpaket

12. November 2001, 11:30
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Basis bildet Facharbeiter- Ausbildung

Eisenstadt - Trotz Sparkurs und Budgetkonsolidierung - 2002 wird das Burgenland ohne Neuverschuldung auskommen - hat die von SPÖ und ÖVP gebildete Landesregierung ein Lehrlings- und Berufsschulpaket geschnürt: Im Zeitraum von 2001 bis 2005 werden zusätzlich zum Personalaufwand von insgesamt 400 Mill. S weitere 42 Mill. S (3,05 Mill. Euro) investiert - sowohl in den Ausbau und in die Einrichtung der Berufsschulen als auch in Qualifizierungs-Programme für Lehrer und Lehrlinge. So werden die Schüler einer Klasse mit Notebooks ausgestattet, außerdem wird der internationale Lehrlingsaustausch intensiviert.

Das Berufsschulpaket, das zweite nach einem ähnlichen Investitionsschub unter LH Karl Stix, ist zweigeteiligt, wie Wirtschaft-LR Karl Kaplan (V) in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Finanz-LR Helmut Bieler (S) am Montag in Eisenstadt berichtete. 24 Mill. S fließen in die Modernisierung der Landesberufsschulen in Eisenstadt und Pinkafeld, 18 Mill. S werden für die Qualifizierung von Lehrlingen und Lehrern aufgewendet. Kaplan: "Der gut ausgebildete Facharbeiter, der international denkt, ist unser Ziel."

Facharbeiter-Ausbildung anders sehen

Im Burgenland werden derzeit rund 3.053 Lehrlinge in 1.400 Betrieben ausgebildet. Während aber im Österreich-Schnitt etwa 40 Prozent der Jugendlichen den Weg der Lehre gehen, sind es im Burgenland nur 32 Prozent. Die Facharbeiter-Ausbildung soll daher aufgewertet werden. "Wir wissen, dass die Bildungsströme nicht optimal laufen", meinte Kaplan, "es gehen noch immer zu viele junge Menschen in höhere Schulen. Der Facharbeiter hat leider nicht das Image, das im zustehen würde." Sein Appell an die Eltern: "Die Facharbeiter-Ausbildung anders zu sehen."

Für Finanz-LR Bieler ist die Bildungsoffensive der Landesregierung angesichts des Berufsschulpakets, der 300-Mill.-S-Investition in den Ausbau der Fachhochschulen, der verbesserten Lehrlingsförderung und der Investitionen in Bildungsprogramme "nicht nur eine Marketingmasche". Bieler: "Wissen und Bildung sind zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor geworden. Bildung ist der Gewinn bringende Rohstoff von morgen." (APA)

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