Israeli wegen Spionage-Angebot an den Iran angeklagt

11. November 2001, 14:27
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Iran soll Angebot abgelehnt haben

Tel Aviv - Ein israelischer Reservesoldat hat den Iran nach eigenem Geständnis seine Dienste als Spion angeboten und muss sich nun dafür vor Gericht verantworten. Israelische Medien berichteten am Sonntag, der in Australien geborene Mark Idan habe im Geheimdienstverhör zugegeben, vor drei Jahren in der iranischen Botschaft auf Zypern vorgesprochen und dem mit Israel zutiefst verfeindeten Staat seine "Hilfe" angeboten zu haben. Die israelische Zensur gab die Angelegenheit erst am Sonntag zur Veröffentlichung frei.

Idan, der in der israelischen Armee diente und mit einer Israelin verheiratet ist, stand den Angaben zufolge auch nach dem ersten Besuch weiter in Kontakt mit der iranischen Botschaft. Der israelische Rundfunk meldete allerdings, der Iran habe Idans Angebot abgelehnt. Er sei den israelischen Sicherheitskräften später ins Netz gegangen, als er vom internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus ins Ausland fliegen wollte. Die israelische Staatsanwältin Dwora Chen hat beim Bezirksgericht in Tel Aviv eine Anklageschrift gegen den Mann eingereicht, dessen Haft am Sonntag um eine Woche verlängert wurde. (APA)

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