Kurzfilmfestivals von Brest: Österreich ist Themenschwerpunkt

13. November 2001, 21:22
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"Cinéma de Résistance"

Paris - Beim am Samstag gestarteten 16. Kurzfilmfestivals von Brest wurde der österreichische Film des "Widerstandes" ("Cinéma de Résistance") gegen die freiheitliche Regierungsbeteiligung von den Veranstaltern in den Mittelpunkt gestellt. Insgesamt sind in der bretonischen Küstenstadt bis zum 18. November 250 Filme zu sehen.

"Unser Ziel ist es, die besten Kurzfilmfiktionen Europas zu zeigen. Aber wir gehen noch weiter, indem wir Stellung nehmen. Österreich ist das schwarze Schaf der Europäischen Union. Wir wollen den Kampf von Künstlern zeigen, die sich ihrer Regierung widersetzen", erklärten die Organisatoren des Festivals die Auswahl des diesjährigen Themenschwerpunktes.

An österreichischen Beiträgen steht unter anderem "Dream Work", der jüngste Film des Regisseurs Peter Tscherkassy, auf dem Programm. Unter den weiteren österreichischen Gästen befinden sich Jessica Hausner, die sich heuer mit ihrem ersten Spielfilm "Lovely Rita" bereits am Festival von Cannes beteiligt hatte, sowie Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber, die Autoren des Dokumentarfilms "Spiegelgrund".

Insgesamt werden bei den Festspielen in Brest an junge europäische Regisseure Förderungspreise im Ausmaß von mehr als 45.000 Euro (619.000 S) vergeben. Am Wettbewerb für die Förderungspreise beteiligen sich 50 Kurzfilme. Ein Kurzfilm von weniger als sechs Minuten Dauer wird mit dem Sonderpreis "Cocotte-minute" ("Schnellkochtopf") prämiert. Auf dem Programm stehen weiters 70 Zeichentrickfilme. (APA)

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