US-Fluggesellschaften fordern biometrische Identitätskarte

10. November 2001, 12:52
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Smart Card soll für Ausländer verpflichtend vorgeschrieben werden

Die Air Transport Association (ATA), die Vereinigung der US-Airlines, fordert von der Regierung der Vereinigten Staaten die Einführung einer Identitätskarte mit biometrischen Erkennungsmerkmalen wie Fingerabdrücken. Wie der US-Fachdienst AviationNow berichtet, soll die Smart Card für inländische Fluggäste vorerst nur auf freiwilliger Basis vergeben werden. Für Passagiere aus dem Ausland will die ATA die Karte von der US-Regierung allerdings verpflichtend vorschreiben lassen.

"Nationale Sicherheit auf dem Spiel"

"Wir glauben, dass dies für Ausländer ohne permanenten Aufenthalt in den USA verpflichtend eingeführt werden sollte", erklärte ATA-CEO Carol Halett. "Schließlich steht die nationale Sicherheit auf dem Spiel." Neben der Nationalen Sicherheit erhofft sich die ATA durch diese Maßnahme eine schnellere Abfertigung der Passagiere auf den Flughäfen.

Die Smart Card sollte nach den Vorstellungen der ATA mit dem Informationssystem des neuerrichteten Homeland Security Office verbunden werden. Diese Behörde würde wiederum die Erfassung der Daten mit den verschiedenen Behörden wie dem Justiz-, dem Verteidigungs- und dem Transportministerium sowie anderen Behörden koordinieren. Mit der Card erhalten die Sicherheitsbehörden die Möglichkeit, bereits die Reservierungslisten der Fluggesellschaften zu überprüfen. Die ATA hatte nach den Informationen von AviationNow bereits erste Treffen mit der US-Regierung zu diesem Thema.

Und der Datenschutz?

Aus der Sicht des Datenschützes ist diese Entwicklung problematisch. Die Verbindung von verschiedener Behörden wie dem Justiz-, dem Verteidigungs- und dem Transportministerium sowie dem Homeland Security Office würde Verknüpfungen der Daten ermöglichen, die deutliche Eingriffe in die Privatsphäre bedeuten würden. (pte/red)

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