"Zur Zeit"-Veranstaltung für SPÖ skandalöses Rechtsextremen-Treffen

10. November 2001, 11:27
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Kuntzl fordert Stellungnahme Riess-Passers

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl deponierte am Samstag in einer Aussendung ihren Protest gegen das heute in Gloggnitz stattfindende "Rechtsextremen-Treffen" anlässlich des vierjährigen Bestehens der von FP-Bundesrat John Gudenus und Ex-FP-Bundesrat Andreas Mölzer herausgegebenen Zeitschrift "Zur Zeit". "Die Teilnehmerliste lässt mich schaudern", meinte Kuntzl. An dem Treffen werde auch der deutsche NDP-Kader und der "bekannte Antisemit" Horst Mahler teilnehmen.

"Jede Menge Verständnis für die Urheber der Terroranschläge"

Mahler habe erst jüngst wieder für Aufsehen gesorgt, weil er die Terroranschläge vom 11. September im "Deutschen Kolleg" als das "Ende des Amerikanischen Jahrhunderts, .... des weltlichen Jahwe-Kultes" bezeichnet habe, so Kuntzl. Auch ein weiterer zu diesem Treffen Geladener, der Chef der ungarischen rechtsextremen Wahrheits- und Lebenspartei, Istvan Csurka, habe "jede Menge Verständnis für die Urheber der Terroranschläge von New York und Washington" gezeigt. Gemeinsam sei den Teilnehmern der Glaube an die "jüdische Weltverschwörung". Und dies sei "offensichtlich auch das Umfeld, in dem sich weite Teil der FPÖ wohlfühlen und in dem auch der Kärntner Landeshauptmann Applaus erntet, wenn er über die 'Ostküste' wettert", sagte Kuntzl.

Riess-Passer zu Stellungnahme aufgefordert

Kuntzl fordert Vizekanzlerin Riess-Passer erneut "eindringlich auf, endlich zu dieser skandalösen Zusammenrottung international geächteter Rechtsextremisten Stellung zu nehmen". Immerhin würden dabei auch aktive FPÖ-Funktionäre wie die niederösterreichische Landtagsabgeordnete Rosenkranz anwesend sein. (APA)

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