US-Botschafter Negroponte: Dialog notwendig

10. November 2001, 10:38
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Terroristen repräsentieren nicht Islam, sondern den Hass

New York - Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Negroponte, hat die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen den Zivilisationen betont. Durch die Terroranschläge vom 11. September sei die Bedeutung der Kommunikation und des gegenseitigen Respekts verschiedener Kulturen und Religionen noch mehr in den Vordergrund gerückt, sagte Negroponte am Freitag (Ortszeit) bei der UNO-Debatte zum Dialog der Zivilisationen in New York.

Die Terroristen hätten versucht, unter dem "Mantel des Islam" einen "Heiligen Krieg" zu führen. In Wirklichkeit hätten diese Männer nicht den Islam vertreten, sondern durch ihren Hass tausende unschuldige Menschen aus vielen Ländern und Angeheörige vieler verschiedener Religionen ums Leben gebracht. Männer und Frauen, Christen, Juden und Moslems, auch Araber, Europäer, Asiaten und Afrikaner seien getötet worden, sagte Negroponte.

Der US-Vertreter dankte den Vereinten Nationen, dass die Dialog-Initiative auf einem so hohen Niveau behandelt werde. Der Dialog geht auf eine Initiative des iranischen Präsidenten Mohammad Khatami zurück. Die USA und der Iran haben offiziell keine Beziehungen miteinander, weil die USA dem Iran die Unterstützung von Terrorgruppen vorwerfen. Vor der UNO hatte Khatami am Freitag die Terrorangriffe auf die USA erneut scharf verurteilt. (APA)

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