Bin-Laden-Vertrauter bezichtigt USA der Lüge

9. November 2001, 23:12
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Zweiter Mann der "El Kaida" spricht von 1.600 getöteten afghanischen Zivilisten

Kairo - Ein enger Vertrauter des Terroristenführers Osama bin Laden hat den USA am Freitag in einer Videobotschaft den Tod Hunderter Zivilisten in Afghanistan vorgeworfen. Der Ägypter Ayman al-Zawahri, den die USA direkt hinter Bin Laden auf die Liste der meistgesuchten Terroristen gesetzt haben, sagte, die USA hätten bei den Luftangriffen in Afghanistan bereits 1.600 Zivilisten getötet. Die Palästinenserfrage bleibe im Zentrum des "Heiligen Kriegs" gegen die USA, sagte er. Das Video wurde von dem arabischen Fernsehsender El Jazeera ausgestrahlt.

Die Darstellung der USA wonach El Kaida zerschlagen und die Kampfkraft für die Taliban gebrochen seien, bezeichnete Al-Zawahri als Lüge. "(US-Präsident George W.) Bush belügt sein Volk, wenn er behauptet, El Kaida sei zerstört und die Reihen der Taliban geschwächt. Die ganze Welt lacht über seine Lügen", sagte Al-Zawahri, der von den USA auch mit den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 in Verbindung gebracht wird. Den Amerikanern prophezeite er das Scheitern ihrer militärischen Strategie. (APA/AP)

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