Strenge Sicherheitsvorkehrungen für UNO- Generaldebatte

10. November 2001, 10:43
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Vorbereitungen für eine Verabschiedung von Antiterror- resolutionen

New York - Die am Samstag beginnende 56. Generaldebatte der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UNO) steht zwei Monate nach den Anschlägen in New York und Washington am 11. September ganz im Zeichen des Kampfes gegen den Terrorismus. Wegen der Anschläge war die heuer ursprünglich für Mitte September angesetzte Debatte der Vertreter der 189 Mitgliedsstaaten auf November verschoben worden. Er herrschen strengste Sicherheitsvorkehrungen, da nach den verbalen Ausfällen von Osama Bin Laden gegen die UNO und Generalsekretär Kofi Annan Anschläge (ein "Krimineller") befürchtet werden.

Für die Verabschiedung von Antiterrorresolutionen und zur Vorbereitung einer umfassenden Konvention wird noch um eine gemeinsame Definition von "Terrorismus" gerungen. Zu Beginn der Session am Samstag wird US-Präsident George W. Bush eine Rede halten, in der er die anderen Staaten zu konzertierten Bemühungen gegen den Terror auffordern wird. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hofft auf Fortschritte in den Krisenherden Nahost, Zypern und Kaschmir, die bei bilateralen Treffen am Rande des Plenums erzielt werden könnten, erläuterte Annans Sprecher im Vorfeld.

Österreich wird bei den Vereinten Nationen durch Außenministerin Benita Ferrero-Waldner vertreten, die am Montag zu den Delegierten spricht. Schon am Sonntag hält Ferrero-Waldner eine Rede bei der parallel stattfindenden New Yorker Sitzung der in Wien ansässigen Atomteststopp-Organisation (CTBTO).

Zukunft Afghanistans

Das UNO-Treffen wird auch für Gespräche über die politische Zukunft Afghanistans genutzt. Die sechs Anrainerstaaten Afghanistans sowie die USA und Russland treffen am Montag als so genannte "6 plus 2-Gruppe" zusammen. Der UNO-Sicherheitsrat, das höchste Entscheidungsgremium der Weltorganisation, beschäftigt sich am Montag in einer Sondersitzung mit dem Kampf gegen internationalen Terrorismus und am Dienstag in einer öffentlichen Debatte mit den humanitären Aspekten der Angriffe auf die Taliban in Afghanistan. (red, AP, Reuters, dpa, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 10./11.11.2001)

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