FP will Förderung kürzen

9. November 2001, 18:44
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Westenthaler gegen dreistelligen Millionenbetrag für Print

Vor politischen Verhandlungen über die Reform der Presseförderung überrascht FP-Klubchef Peter Westenthaler: Schon 2002 sollten die Ausgaben dafür "massiv eingeschränkt" werden. Die Subvention dürfe im nächsten Jahr "keinen dreistelligen Millionenbetrag" mehr umfassen, sagt Westenthaler im Gespräch mit dem STANDARD.

Morak lehnt ab

Eigentlich würde Westenthaler diesen - aus seiner Sicht - "Anachronismus" am liebsten gleich abschaffen. Weil Koalitionspartner ÖVP sich damit nicht anfreunden kann, wird laut Klubchef "ab übernächster Woche" verhandelt. STANDARD-Informationen zufolge war schon für die kommende ein Termin auf politischer Ebene geplant. Über die Reform gebe es "keinen Konsens", sagt Westenthaler. Diskutiert und im Regierungsprogramm fixiert sind Föderungen für Vertrieb und Journalistenausbildung.

Knapper Kommentar aus dem Medienstaatssekretariat von Franz Morak: "Wie heuer sind 220 Millionen Schilling dafür im Budget vorgesehen" - also knapp 16 Millionen Euro.

Druck durch erhöhte Posttarife

Bestsubventionierte Zeitungen waren 2001 "Die Presse" (38,7 Mio. S), "Kärntner Tageszeitung" (22,1) und "Neues Volksblatt" (16,6). DER STANDARD keine Besondere Presseförderung und - wie etwa die "Krone" - 3,5 Millionen Allgemeine Presseförderung.

Ab 2002 geraten Printmedien schon durch massive Verteuerung der Posttarife unter zusätzlichen Druck. (fid/DER STANDARD; Print-Ausgabe, 10./11. November 2001)

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