Absicherung für geprellte Anleger

9. November 2001, 19:14
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Wirtschaftskammer Wien und Lloyds entwickeln Versicherungsschutz

Wien - Die Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Wien hat gemeinsam mit Lloyd's einen Versicherungsschutz für geprellte oder fahrlässig falsch beratene Anleger entwickelt. "Es gab und gibt nichts Vergleichbares in Europa", wies Fachgruppenvorsteher Wolfgang K. Göltl stolz auf die Pionierleistung der Kammer hin.

Die Freiwillige Anlegerentschädigungseinrichtung (FAE) ist als GesmbH konstruiert, wobei Finanzdienstleister, Versicherungsmakler und deren freie Mitarbeiter als Gesellschafter willkommen sind. Da der Versicherungsschutz nicht nur die Risiken der Anleger einschränkt, sondern auch Finanzdienstleister davor bewahrt, durch Haftungsansprüche in der wirtschaftlichen Existenz gefährdet zu werden, rechnet Göltl mit einem starken Zuspruch zu dieser neuen Einrichtung.

Binnen eines Jahres sollten 10.000 Unternehmen versichert sein, erwartet der Fachgruppenvorsteher. Laut Göltl sind derzeit in Österreich 10.300 Finanzdienstleister, 6000 Versicherungsmakler und 10.000 freie Mitarbeiter tätig, die alle als Gesellschafter der FAE infrage kommen.

Gelten soll der Schutz durch die FAE weltweit, außer für Dienstleistungen, die in den USA oder Kanada erbracht werden. Im Schadensfall kann sich der Anleger direkt an die FAE wenden und erhält dort seine Entschädigung. (gb, DER STANDARD, Printausgabe 10.11.2001)

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