Irland reicht Klage gegen britische Atomanlage ein

9. November 2001, 18:13
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Dublin hat massive Sicherheitsbedenken gegen neues Werk in Sellafield

Dublin - Wegen Sicherheitsbedenken hat die irische Regierung am Freitag Klage gegen die Inbetriebnahme einer neuen Nuklearfabrik im britischen Sellafield eingereicht. Die Entscheidung fiel, nachdem die britische Regierung auf ein irisches Ultimatum nicht eingegangen war, die Betriebsgenehmigung für die Fabrik zu überdenken. Der Fall soll jetzt vor dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen für Seerecht in Hamburg verhandelt werden.

Die Regierung in Dublin hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach ihre Bedenken über die existierende Anlage in Sellafield geäußert, die in Nordwestengland gegenüber der irischen Küste liegt. Sellafield sei für die Vergiftung des Meeres verantwortlich und beeinträchtige die Gesundheit der Iren. Durch die neue Fabrik werde die Situation noch verschlimmert, lautet die irische Argumentation.

Anfang Oktober hatte die britische Regierung der Gesellschaft British Nuclear Fuels die Betriebsgenehmigung für eine schon 1996 fertig gestellte Anlage zur Herstellung von Mischoxid-Brennelementen (MOX) erteilt.(APA/AP)

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