Woman weiß was Frauen wünschen

3. März 2002, 18:07
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Sauer verdiente Zitrone an das "aktuelle Frauenbild" der "Woman"

Hurra! Genau darauf haben bewusste Frauen gewartet! Endlich ein Magazin, wo wieder was weiter geht in unserem Land. In Sachen Gleichberechtigung, Bewusstsein und Feminismus versteht sich. Wir wollten nicht ungerecht sein und vorverurteilen, es muss ja nicht alles schlecht sein, nur weil es aus dem Hause Fellner kommt, tönte es nicht gerade überzeugend in der Redaktion. Also her mit dem Heft und brav analysiert.

Aber Vorurteile erweisen sich nicht immer als falsch, leider. Denn die kleine Schwester "Woman" differiert nicht nur äußerlich so gut wie gar nicht vom großen Bruder "NEWS". Schön bunt, schön dick, schön laut die Schlagzeilen betreffend, und schön viel Fleisch - das kommt ja immer so gut an.

Aber wir wollen uns hier nicht mit Äußerlichkeiten aufhalten, auch wenn sie Abbild des Inhalts sind. Das Produkt spiegle das "aktuelle Frauenbild" wider, das übrigens auch ihres sei, so die Herausgeberin: die berufstätige und familienorientierte Frau, die auch mit Kindern "nach oben" wolle und "Spaß an der Macht" habe (siehe Interview).

Frauenbild der "Woman" ist also alles. Die perfekte Frau mit den neuen drei K´s. Kinder, Karriere, Kraft. Kein Problem. Bravo! So haben uns die Männer gern. Angepasst ans patriarchale Kapitalsystem. Und das mit toller Figur, aufregender Schminke, hübsch gestylt und gepflegt. Kein Problem. Denn Uschi Fellner weiß: Auch Feministinnen wollen schön sein. Na echt! Die Zeit der verwahrlosten, unbefriedigten Emanzenweiber ist nun wirklich schon abgelaufen. Pfui Teufel!

Was das alles mit Gleichberechtigung zu tun hat? Vielleicht würde ja eine Einschulung in "feminist basics" nicht schaden. Sauer aufstoßen muss einer Frau mit Hirn die "Woman" auf jeden Fall. (dabu)

09.11.2001
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