Bassbariton Monte Pederson an Krebsleiden verstorben

9. November 2001, 14:04
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Er war der Wiener Staatsoper eng verbunden

Wien - Der amerikanische Bassbariton Monte Pederson ist 43-jährig verstorben. Wie die Wiener Staatsoper mitteilte, erlag der Sänger bereits am Dienstag (6.11.) in einer Münchner Klinik einem Krebsleiden. Pederson war der Wiener Staatsoper eng verbunden. Er debütierte im Haus am Ring am 1. September 1991 als Klingsor in Parsifal, der ersten Vorstellung der Direktionsära Waechter/Holender. Insgesamt trat der Sänger, der auch bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen zu hören war, 140 Mal an der Staatsoper auf.

Am 21.8.1958 in Sunnyside im US-Bundesstaat Washington geboren, begann Pederson seine Laufbahn als Ensemblemitglied der San Francisco Opera. Der weitere Bogen seiner Karriere spannte sich über Auftritte am Royal Opera House Covent Garden London, an der Mailänder Scala, bei den Bregenzer Festspielen (1989 die Titelpartie in "Der fliegende Holländer"), den Salzburger Festspielen (1994 Rangoni unter Claudio Abbado sowie Nick Shadow in Strawinskys "The Rake's Progress"), an der Lyric Opera Chicago bis zum Opernhaus in Zürich, dem Pariser Chatelet, der Deutschen Oper Berlin und der Hamburgischen Staatsoper.

An der Staatsoper war Pederson in drei Premieren zu hören: im Oktober 1992 als Donner in "Das Rheingold", im Oktober 1995 als Kaspar in der "Der Freischütz" und - sicherlich sein größter Erfolg in Wien - im Mai 1997 in der Titelpartie der Erstaufführung von George Enescus "Oedipe". Weiters interpretierte der Sänger in Wien Don Pizarro in "Fidelio" (21 Mal), Jochanaan in "Salome" (18 Mal), Rangoni in "Boris Godunow" (zwölf Mal), Amfortas in "Parsifal" (sieben Mal), die Titelpartien von "Der fliegende Holländer" (sieben Mal) und "Le Nozze de Figaro", vier Bösewichte in "Les Contes d'Hoffmann" (sechs Mal), Orest in "Elektra", Wotan in "Das Rheingold" und "Die Walküre", den Wanderer in "Siegfried" und Escamillo in "Carmen". (APA)

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