Holz bringt Österreich 31,8 Milliarden Schilling Devisen

9. November 2001, 13:37
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Zweitgrößter Beitrag zur Leistungsbilanz hinter Fremdenverkehr

Wien - Holz und Holzprodukte gehören zu den wichtigsten Aktivposten des österreichischen Außenhandels: Mit einem Exportüberschuss von 31,8 Mrd. S (2,31 Mrd. Euro) liegen Forst- und Holzwirtschaft in der Leistungsbilanz 2000 knapp hinter dem Fremdenverkehr am zweiten Platz. Dieser brachte es auf einen Exportüberschuss von 32 Mrd. S. Das geht aus einer Aussendung des Kooperationsabkommens Forst-Platte-Papier (FPP) von heute, Freitag, hervor.

An der Spitze der Handelsbilanz Bereits seit Jahren halte der Holzbereich seinen Platz an der Spitze der Handelsbilanz. Zu den gesamten österreichischen Exporteinnahmen von 959 Mrd. S trug er im Vorjahr 91,4 Mrd. S bei. Dem standen Importe im Umfang von 59,6 Mrd. S gegenüber. Wichtigste Handelspartner sind den Angaben zufolge Deutschland und Italien sowie die anderen Länder der EU. Die Einnahmen tragen laut FPP wesentlich zur Sicherung der rund 250.000 Arbeitsplätze in der österreichischen Forstwirtschaft und Holzverarbeitung bei. Ein zusätzlicher Devisenfaktor ergebe sich aus der Tatsache, dass die Holz verarbeitende Industrie einen großen Teil der benötigten Energie - im Sinne der Kreislaufwirtschaft - durch thermische Nutzung von Holzresten, Rinde, Spänen sowie aus Ablauge gewinne. Durch diese Substitution fossiler Energieträger durch nachwachsende Rohstoffe verringern sich die Devisenabflüsse. Allein das Handelsbilanzdefizit für Erdöl betrug im Jahr 2000 insgesamt 23,8 Mrd. S.

Papier-, Karton- und Pappefabriken sorgen für positive Außenhandelsbilanz des Holzbereichs

Die Papier- und Plattenindustrie verarbeitete im Jahr 2000 rund 10,6 Millionen Festmeter Holz. Österreichs Papier- und Zellstoffindustrie machte einen Umsatz von 48,98 Mrd. S. Mit einem Handelsbilanzüberschuss von 26 Mrd. S tragen die Produkte der Papier-, Karton- und Pappefabriken am meisten zur positiven Außenhandelsbilanz des Holzbereichs bei: Von den insgesamt über 4,38 Mill. Tonnen produzierter Waren wurden rund 83 Prozent exportiert.

Die heimische Span- und Faserplattenindustrie produzierte im Jahr 2000 rund 2 Millionen Kubikmeter Span- und Faserplatten im Wert von 6,9 Mrd. S. Die Exportquote dieses Jahres beläuft sich auf rund 80 Prozent, der Außenhandelsüberschuss beträgt 5 Mrd. S. Das FPP Kooperationsabkommen Forst-Platte-Papier ist eine gemeinsame Plattform der österreichischen Forstwirtschaft, der Papier- und Zellstoffindustrie sowie der Span- und Faserplattenindustrie. (APA)

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