Volksoper: Neue Möglichkeiten der Soundgestaltung durch Funknetzwerk

9. November 2001, 13:02
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Wireless LAN ermöglicht den Tontechnikern, von jedem Sitzplatz aus drahtlos in die Klanganlage einzugreifen

Als Direktor der Volksoper muss man "von vielem etwas verstehen". Aber nicht von allem. Also ließ sich Dominique Mentha "glaubhaft versichern", dass das heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz präsentierte neue Funknetzwerk (Wireless LAN) für die Volksoper "etwas sehr gutes" ist. Mit der Installierung des drahtlosen Netzwerks zu Beginn der Spielzeit wurden der Volksoper neue Möglichkeiten bei der Klanggestaltung im Zuschauerraum eröffnet, ergänzte Martin Lukesch, Leiter der Abteilung Tontechnik.

Kooperation mit Cisco

Die Volksoper ist mit dem vom amerikanischen Netzwerkspezialisten Cisco Systems (der schon unter anderem die Secession und das Konservatorium der Stadt Wien mit Wireless LANs bestückt hat und nach dessen korrekter Aussprache - "Sisko" - sich Mentha kurz vor der Pressekonferenz noch erkundigte) gesponserten und installierten System "das erste Musiktheater in Europa", das drahtlos vernetzt ist. Und "wohl auch das letzte Musiktheater in Europa, dem dieses System geschenkt wurde", freute sich Mentha.

Möglichkeiten

Mit der hausweiten Vernetzung der Tontechnik über eine Funkverbindung können Lukesch und sein Team "von jedem Platz des Zuschauerraums aus in den Sound eingreifen" und für ein optimales Klangerlebnis sorgen, freute sich Lukesch. Denn nunmehr kann man sich ohne lästige Kabel mit speziellen Netzwerkkarten versehenen Laptop-Clients ortsunabhängig ins Netzwerk einklinken und die Software des zentralen Tontechnik-Servers, die zwei großen Mischpulte und die von einem Client-Server-System überwachten Verstärker (Gesamtleistung: rund 120.000 Watt) ansprechen. Effektzuspielung, Stimmen- und Instrumentenverstärkung können so gezielt gesteuert werden. Diese Möglichkeiten wurden bei der "West Side Story" erstmals eingesetzt. (APA)

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