Schauspieler Löwitsch zog Berufung zurück

9. November 2001, 13:06
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Verurteilung wegen fahrlässigen Vollrausches nach sexueller Belästigung

Berlin - Der Schauspieler Klaus Löwitsch (65) zieht die Berufung gegen seine Verurteilung wegen fahrlässigen Vollrausches zurück. Löwitsch habe die Hoffnung aufgegeben, bei der Justiz Schutz und Gerechtigkeit zu finden, teilte Anwalt Manfred Studier am Freitag mit. Dies sei aber kein Schuldeingeständnis. Das Amtsgericht Berlin- Tiergarten hatte den Schauspieler ("Peter Strohm") zu einer Geldstrafe von 27.000 Mark (13.805 Euro/189.959 S) verurteilt. Er soll im Februar 2000 eine Frau nach einem Beislabend geschlagen und sexuell genötigt haben.

Keine strafrechtliche Verurteilung wegen 5,15 Promille im Blut

Das Gericht konnte den Schauspieler dafür aber nicht strafrechtlich zur Verantwortung ziehen, weil er 5,15 Promille Blutalkohol und einen "Filmriss" hatte. Deshalb wurde er wegen fahrlässigen Vollrausches verurteilt. Löwitsch wollte das Urteil zunächst nicht akzeptieren. Er hatte sich in dem Prozess als unschuldig dargestellt und von einer "schlecht erfundenen Geschichte" gesprochen. Der 65-Jährige, der nach eigenen Angaben keinen Alkohol mehr trinkt, sieht sich als Opfer einer Intrige.

Löwitsch will wieder vor die Kamera

Anwalt Studier sagte, Löwitsch habe absolut kein Vertrauen mehr in die Justiz. Gegen mindestens zwei Zeugen aus dem Prozess habe die Staatsanwaltschaft inzwischen Ermittlungsverfahren eingeleitet. Oberstaatsanwältin Monika Kienbaum hatte in dem Verfahren moniert, dass mehrere Zeugen ihre Aussagen zu Gunsten von Löwitsch abgesprochen hätten. Nach Angaben seines Anwaltes will Löwitsch trotzdem als Schauspieler weiter arbeiten. Er hatte zunächst angekündigt, wegen des "unfairen Verfahrens" in Deutschland nicht wieder vor die Kamera zu treten. (APA/dpa)

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