Deutschland: Im Vorfeld der Euro-Bargeldeinführung mehr Anzeigen wegen Geldwäscheverdacht

9. November 2001, 11:47
posten
Frankfurt - Die bevorstehende Einführung des Euro-Bargelds hat nach Worten von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) vermehrt Schwarzgeld zu Tage gefördert. Die Verdachtsanzeigen der Banken im Zusammenhang mit dem Geldwäschegesetz hätten sich vervielfacht, sagte Eichel in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau" (Freitagausgabe).

Nach Schätzungen der Deutschen Bundesbank sind bis Ende September in Deutschland mit 21.000 rund 50 Prozent mehr D-Mark-Blüten entdeckt worden als im vergangenen Jahr. Insgesamt erwartet die Bundesbank 30.000 Falsifikate in diesem Jahr. Dies sei zwar höher als im Vorjahr, aber noch immer deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Bisher gebe es keine Falschgeldschwemme, wie es wegen der Euro-Einführung erwartet worden sei, hatte jüngst Bundesbank-Direktoriumsmitglied Edgar Meister gesagt. (APA/Reuters)

Share if you care.