Jodmangel kann zu Unfruchtbarkeit führen

9. November 2001, 10:31
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Milchprodukte und Seefisch helfen bei Schilddrüsen- Unterfunktion

München - Eine Unterversorgung der Schilddrüse mit Jod kann die Ursache für Unfruchtbarkeit sein. Denn Schilddrüsenhormone steuern eine Vielzahl von Stoffwechselfunktionen im Körper und beeinflussen auch die Fruchtbarkeit der Frau, wie der Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel, Peter Scriba, mitteilte.

Ein Jodmangel könne zu einer Unterfunktion der Schilddrüse und damit zu einer Störung der Hormonbildung in den Eierstöcken führen. Das befruchtete Ei könne sich dadurch in der Gebärmutterschleimhaut weniger gut einnisten und auch schlechter reifen, betonte der Professor am Universitätsklinikum München.

Deshalb sei es wichtig, dass vor allem junge Frauen ausreichend mit Jod versorgt würden. Gute Lieferanten des lebenswichtigen Spurenelementes seien besonders Seefisch, Jodsalz, Milch und Milchprodukte. Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch sollten auch ihre Schilddrüse überprüfen lassen. Mit einfachen Methoden lasse sich selbst eine leichte Unterfunktion rechtzeitig feststellen und auch relativ leicht beheben.
(APA/AP)

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