Prag: Außenminister gegen Eingliederung des Melker Prozesses in EU-Beitrittsvertrag

9. November 2001, 09:04
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Kavan: "Dies gehört nicht zu Beitrittsverträgen"

Prag - Tschechien lehnt eine Aufnahme der Ergebnisse des Melker Prozesses über das südböhmische Atomkraftwerk Temelin in den Beitrittsvertrag ab. Der tschechische Außenminister Jan Kavan lehnte diese Forderung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) am Donnerstagabend ab. "Dies gehört nicht zu den Beitrittsverträgen", betonte Kavan.

Der Außenminister kann sich aber nach eigenen Worten eine "gewisse Form der Verflechtung des Abschlussvertrages über den Melker Prozess mit dem Energiekapitel (bei den tschechischen Beitrittsverhandlungen mit der EU)" vorstellen. "Wir sind darüber einig, dass es im Interesse beider Länder ist, die so genannte 'road map' mit der EU einzuhalten, die noch für dieses Jahr mit dem Abschluss des Energiekapitels rechnet. Und dieses Kapitel kann man nicht ohne einen erfolgreichen Abschluss des Melker Prozesses beenden", betonte Kavan. (APA)

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