Bin Laden nicht direktes Ziel der US-Militärangriffe

9. November 2001, 06:30
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Pakistan warnt vor Bombenabwurf zu Ramadan

Washington - Die US-Militärangriffe in Afghanistan zielen nach den Worten von Oberbefehlshaber Tommy Franks nicht direkt auf die Person des mutmaßlichen Terrordrahtziehers Osama bin Laden. Vielmehr richte sich die Operation gegen das Taliban-Regime sowie gegen das Al Kaida-Netzwerk von Bin Laden, sagte Franks am Donnerstag in Washington.

Sinnloses Nahrungsabwerfen

Ein Vertreter der US-Regierung räumt unterdessen ein, dass der Abwurf von Nahrungsmittelpaketen über Afghanistan wirkungslos sei. Der Abwurf geschehe aus großer Höhe und erreiche nur einen sehr kleinen Prozentsatz der Bedürftigen, sagte Vize-Staatssekretär Alan Kreczko.

Pakistan warnt vor Bobmbenabwurf zu Ramadan

Der pakistanische Militärmachthaber General Pervez Musharraf warnte in London erneut vor einer Fortsetzung der Luftangriffe auf Afghanistan während des Ramadan. Der Westen könnte damit die islamische Welt gegen sich aufbringen, sagte Musharraf nach einer Unterredung mit dem britischen Premierminister Tony Blair in London. Der Militärmachthaber sagte, er befürworte eine "kurze und zielgenaue" Militäroperation in Afghanistan.

Musharraf äußerte auch die Besorgnis, dass die Bilder von Opfern unter der afghanischen Zivilbevölkerung dem Image der Anti-Terror- Koalition schaden könnten. Der General forderte, dass die Ziele der Bombenangriffe besser ausgesucht werden müssten. Blair dankte dem pakistanischen Militärmachthaber für dessen "starke und mutige" Unterstützung des Kampfs gegen den Terror.(APA)

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