Fastfood essen und schauen

8. November 2001, 21:26
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Erstes "Verzehrkino" eröffnete im niederösterreichischen Berndorf

Berndorf - Schon lange habe er den Traum geträumt, ein eigenes Kino zu besitzen, erinnert sich Mathias Walter. "Wer einmal in der Branche war, hört nimmer gern auf", meint der 24-Jährige, der seine Kinokarriere "ganz unten" startete, als Billeteur in einem Megaplexx am Wiener Stadtrand.

Er hatte es schon bis zum Vorführer gebracht, als sich "die Berndorfer Chance" für ihn auftat: in Gestalt des ehemaligen "Zentralkinos" der Südbahngemeinde, das Anfang 2001 zugesperrt hatte.

Bei einer Besichtigung des 300 Quadratmeter großen Vorführsaals fielen Walter vor allem "die kleinen Tischchen vor den Sesselreihen" auf, sowie "die Bar mitten im Vorführraum", worauf ihm "die Idee" kam: ein Kino, in dem man auch Speisen und Getränke serviert bekommt. Ein "Verzehrkino", das er Anfang Oktober eröffnete.

Davor hatte der Wiener in Heimwerkerarbeit noch weitere Tische hinzufügt, auf dass im neuen Cinexx Berndorf jetzt 175 Sitze mit Abstellmöglichkeit zur Verfügung stehen. Für Cheeseburger und Hot Dogs und Schnitzelsemmeln, die Walter während der Filmvorführungen selbst serviert. Insgesamt habe er in "sein" Kino 200.000 Schilling (14.534 ) investiert, zieht der Cinexx-Geschäftsführer Bilanz, der auch bei den Filmen auf Fastfood setzt: vom "Schuh des Manitu" zu "Dr. Dolittle zwei".
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9. 11. 2001)

 Von
 Irene
 Brickner


Cinexx,
Neugasse 3,
2560 Berndorf,
(02672) 830 90
  • Marco Ferreris "Großes Fressen" - was sonst?
    foto: films 66

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