NPD plant größte rechtsextreme Kundgebung seit Kriegsende

8. November 2001, 18:09
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Rund 3.000 Teilnehmer in Berlin erwartet - Protest gegen Wehrmachts-Ausstellung

Berlin - Die deutsche NPD plant am 1. Dezember die größte rechtsextreme Kundgebung in Berlin seit Kriegsende. Mit mindestens 3.000 Teilnehmern will die Partei gegen die neu konzipierte Ausstellung über die Verbrechen der Deutschen Wehrmacht demonstrieren, wie NPD-Sprecher Klaus Beier am Donnerstag mitteilte. Die Rechtsextremisten wollen den Angaben zufolge quer durch das Berliner Regierungsviertel und den Stadtbezirk Mitte ziehen.

Die Wehrmachts-Ausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung wird vom 28. November bis 13. Jänner in Berlin gezeigt. Nach NPD-Angaben sind der Partei für den Aufmarsch bisher noch keine Auflagen erteilt worden. Beier rechnet aber damit, dass Fahnen nicht mitgeführt werden dürften. Bereits bei Eröffnung der Wehrmachts-Ausstellung 1997 in München protestierten etwa 6.000 NPD-Anhänger gegen die Schau. Die NPD bestreitet die in der Ausstellung dokumentierten Gräueltaten der Wehrmacht. (APA/AP)

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