DVD-Absatz in Deutschland erstmals höher als Video-Geschäft

8. November 2001, 15:57
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Branche erwartet Rekord-Weihnachten - Auch im Verleih zieht die DVD davon

Drei Jahre nach ihrer Markteinführung in Deutschland haben DVDs den Videokassetten in der Publikumsgunst den Rang abgelaufen. Wie der Bundesverband Video (BVV) am Donnerstag in Hamburg mitteilte, wurden in den ersten neun Monaten des Jahres digitale Bildtonträger im Wert von 477,2 Mill. DM (244 Mill. Euro/3,4 Mrd. S) abgesetzt, verglichen mit 444,1 Mill. DM bei VHS-Kassetten.

"Rosige Weihnachten mit Rekordumsatz"

Der um 13 Prozent zurückgegangene Umsatz mit VHS-Kassetten werde damit durch den stark gestiegenen Absatz der digitalen Bildtonträger mehr als aufgefangen, erklärte der Verband. Da die Videobranche in den vergangenen Jahren etwa 40 Prozent ihres gesamten Verkaufumsatzes in den letzten drei Monaten eines Jahres eingefahren habe, stünden "rosige Weihnachten mit neuen Rekordumsätzen" bevor.

Auch im Verleih zieht DVD davon

Auch im Verleihbereich trägt die DVD dem Bundesverband zufolge zu einer Ausweitung des Marktes bei. Im dritten Quartal dieses Jahres sei bereits mehr als jede achte DM (12,9 Prozent) mit der Vermietung der silbernen Scheiben erwirtschaftet worden. Dem rasanten Anstieg der DVD-Verleihzahlen mit einer Vervierfachung des Umsatzes stehe ein VHS-Kassettenverleih mit einem geringen Abschwung von 3,2 Prozent gegenüber. Beim Videoverleih habe der Umsatz insgesamt um 4,4 Prozent auf 496 Mill. DM zugelegt.(APA/AFP)

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