"Exxon Valdez"-Eigner darf sich freuen: Bußgeld soll herabgesetzt werden

8. November 2001, 15:08
posten

Auslöser der größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA erreicht Urteilsaufhebung

San Francisco - Über zwölf Jahre nach dem "Exxon Valdez"-Unglück in Alaska hat ein US-Gericht im Streit um Milliardengelder am Mittwoch zu Gunsten des Exxon-Konzerns entschieden. Ein Bundesberufungsgericht in San Francisco hob ein früheres Urteil auf, nach dem das Unternehmen eine Summe in Höhe von umgerechnet 76,8 Milliarden Schilling zahlen sollte. Dies sei "überzogen", begründeten die Richter die Entscheidung. Ihrer Empfehlung nach soll ein Bezirksgericht eine niedrigere Summe neu festlegen.

Am 24. März 1989 war der amerikanische Supertanker im Prince-William-Sund auf ein Riff gelaufen. Bis zu 42.000 ausgelaufene Tonnen Rohöl verursachten die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA mit rund 580.000 toten Seevögeln. Ein Gericht hatte 1994 in Anchorage (Alaska) den rund 35.000 Anrainern, Fischern, und Beschäftigten der Fischindustrie in Alaska das Geld in Milliardenhöhe zugesprochen. Exxon legte gegen das Urteil Berufung ein. Nach dem Unglück hatte das Unternehmen nur ca. zwei Milliarden Dollar für die Reinigung und 300 Millionen Dollar an Fischer für ihren Fangausfall gezahlt. (APA/dpa)

Share if you care.