Schottischer Regierungschef tritt nach Finanzskandal zurück

8. November 2001, 14:11
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McLeish vermietete sein Abgeordnetenbüro weiter

Edinburg - Nach einem Finanzskandal hat der Chef der schottischen Regionalregierung seinen Rücktritt eingereicht. In Briefen an die britische Königin Elizabeth II. und das Parlament kündigte Ministerpräsident Henry McLeish am Donnerstag an, er werde sein Amt zur Verfügung stellen.

McLeish war durch die Enthüllung unter massiven Druck geraten, dass er während seiner Zeit als britischer Parlamentsabgeordneter 36.000 Pfund (58.518 Euro/805.219 S) aus der Untervermietung seines Abgeordnetenbüros in die eigene Tasche gesteckt hatte. McLeishs Labour-Partei und die konservative Opposition begrüßten seinen Schritt.

Der Labour-Politiker hatte sein Amt vor rund einem Jahr angetreten, nachdem sein Vorgänger Donald Dewar an den Folgen einer Hirnblutung gestorben war. Das schottische Parlament kann in den Bereichen Rechtssprechung und Polizei, Bildung und Kultur, Umwelt und Verkehrswesen unabhängig von London entscheiden. (APA)

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